Hintergründiges

Mit ein wenig Untermalung fühlt sich Live Online schon ganz anders an

Geschrieben von Andreas Schliep am 31.05.2021
Untermalung Scrum Team Lobby

„Ich sehe den roten Faden nicht!“
„Wo sind wir auf dem Miro-Board?“
„Ich fühle mich online ziemlich verloren.“

Wir geben alles, um unseren Kursteilnehmer:innen im Live Online-Training die bestmöglichen Voraussetzungen für gemeinsames Lernen und Arbeit mitzugeben. Das Feedback ist durch die Bank positiv, also scheinen wir so einiges richtig zu machen. Trotzdem bleibt eine gewisse Distanz, ein Rest an unüberbrückbarer Andersartigkeit. Viele Menschen kommen trotz Homeoffice und Video-Alltag mit einer virtuellen Arbeitsumgebung nur mässig zurecht. Um diesem Umstand zu begegnen, veranstalten wir schon seit langem Übungstermine, bei denen unsere Teilnehmer:innen sich mit den Feinheiten der Online-Werkzeuge vertraut machen können.

Doch Hand aufs Herz: Viele selbstverständliche Dinge fehlen uns einfach online. Die Orientierung im Raum, die Verbindung zu Menschen und Gegenständen. Selbst bei sehr strukturierten und schlüssig angeordneten Informationshappen fällt es vielen schwer, den Überblick zu behalten, schnell Informationen zu finden und den Fluss der Inhalte nachzuvollziehen. Vor kurzem hatte ich jedoch im Freundeskreis ein Online-Treffen. Vor Corona hatten wir mit unserer kleinen Gruppe ein schönes Wochenende in einem Ferienhaus verbracht. Nina, die Kreative in unserer Gruppe, hatte dazu eine grossartige Idee: Sie lud uns in spatial.chat ein, einem Kommunikationstool, bei dem man sich auf einer Landkarte bewegt und mit Leuten in der Nähe sprechen kann. Statt einer beliebigen Landkarte verwendete Nina aber den Grundriss unseres Ferienhauses. Diese Idee kam so gut an, dass Nina gleich auch die virtuelle Einweihungsparty ihrer neuen Wohnung mit einer solchen Untermalung gestaltete. Und ich mir dachte, „so etwas möchte ich auch für unsere Kurse haben!“

Spatial.chat hatte ich schon auf Konferenzen kennengelernt. Für Kaffeepausen oder grosse Meetings mit zufälligen Konversationen eignet sich die Plattform gut. In unseren Kursen brauchen wir aber mehr Fokus. Zudem wollen wir ja auch mit strukturierten Informationen arbeiten. Deshalb schilderte ich Nina meine besonderen Anforderungen an eine Untermalung für Live Online-Kurse:

  • Wir brauchen flexible Elemente für den Schulungsraum sowie Gruppenräume.
  • Eine Kaffee-Ecke gehört dazu, wo Teilnehmer:innen ankommen und sich in den Pausen treffen können.
  • Einrichtungsgegenstände wie Hocker, Flip-Charts, Pflanzen sollten frei platzierbar sein.
  • Das Design darf nicht überladen sein, wir wollen immer noch Lerninhalte dort einbringen können.

Nach ein paar Iterationen war es dann soweit. Ich konnte meinen ersten Kurs mit der neuen Untermalung durchführen. Vom Ankommen bis zur Gruppenarbeit funktionierten die Elemente sehr gut. Ein paar Dinge hab ich natürlich auch noch gelernt:

  • Die Hintergründe vorab arrangieren und dann sperren. Ansonsten fliegen einem im Training die Wände durch die Gegend.
  • Flipcharts mit Frames gruppieren, dabei auf die Ebene achten, ansonsten hat man den Flipchart-Hintergrund hinter der Wand und den Inhalt davor.
  • Platz, Platz, Platz.
  • Dafür sorgen, dass die Frame-Navigation in Miro weiterhin sinnvoll funktioniert. Also insbesondere auf die Reihenfolge achten.

Den Teilnehmer:innen und mir hat es auf jeden Fall Spass gemacht und mehr Orientierung gegeben. In diesem Kurs hörte ich kein einziges Mal eine der Aussagen oben. Ich werde natürlich noch weiter lernen und experimentieren. Die räumliche Anordnung lässt auf jeden Fall schon einmal die Kurse im virtuellen Kursraum weniger fremd erscheinen. Falls ihr Interesse an eigenen Untermalungen habt: Ihr findet die Informationen dazu auf Ninas Website.

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